Mittwoch, 1. Januar 2025

Schon wieder 2 Jahre her

 Liebes Tagebuch,

schon wieder ist es zwei Jahre her das ich hier geschrieben habe. Schon wieder muss ich feststellen das sich kaum was an meiner emotionalen Lage verbessert hat. Ich würde sogar stark behaupten es hat sich verschlechtert. Zu mindestens der Teil mit den Rückfällen ( ja, passiert leider wieder öfter ) und irgendwie auch meine Gedankenwelt. Und wieder stelle ich mir die Frage, warum bin ich so ein Mensch geworden? Warum kann ich nicht normal sein.

Ich erinnere mich nicht an das Jahr 2023. Dafür aber an das Jahr 2024 umso besser. 2024 war nicht mein Jahr. Vieles ist zerbrochen. Vieles hat dieses Jahr für mich übrig gelassen, dass ich jetzt im neuen eigentlich aufarbeiten sollte. Das Jahr hat mich daran erinnert das ich die Vergangenes aufarbeiten muss. Vergessen muss und jetzt nehme ich wieder alles ins neue Jahr mit und weiss gar nicht wo ich wieder anfangen soll. Nach wie vor ein Teufelskreis dass ich nicht schaffe zu durchbrechen. Ich weiss nur das ich müde bin von all dem.

Seit Montag sitze ich mit Grippe zuhause. Eine Kollegin übernimmt morgen meine Schicht, damit ich noch ein Tag ruhe bekomme. Für Freitag wird wohl kein Ersatz kommen. Also gehe ich wieder selber arbeiten, auch wenn ich absolut nicht Fit bin. Ich werde den Bumms einfach nicht los. In solchen Momenten frage ich mich warum ich nicht einfach zum Arzt gehe, wie jeder andere auch. Den letztendlich gibt mir die Arbeit nichts zurück. Ich weiss das ich keine Enttäuschung sein will. Jetzt fühle ich mich wie eine Enttäuschung, weil ich krank zuhause bleibe, statt zu arbeiten. Das ist so dumm. Wieso ist das so extrem bei mir? Wieso stelle ich alles und jeden vor mich selber? Wieso kann ich mich selber nicht als Priorität sehen? Was ist so kaputt in meinem inneren, dass ich glaube das ich es jedem Recht machen muss? Weil sind wie ehrlich, dass ist sowieso unmöglich. Und dennoch ist es jeden Tag aufs neue mein Ziel. So unerreichbar. Ich muss doch nur gut genug für mich selber sein, aber selbst das scheint einfach unmöglich. 

Ich sollte mich fragen was ich von mir und meinem Leben erwarte. Darauf sollte ich endlich eine Antwort finden. 

Ich kann nicht sagen was meine Aufgabe auf dieser Welt ist. Es gibt die Theorie das Gott jeden Menschen aus einem bestimmten Grund auf die Erde geschickt hat. Egal was mein Grund zu sein scheint, ich bin dem einfach nichts gewachsen. Es tut mir unfassbar leid. Aber ich schaffe es nicht in diesem Leben. 

Montag, 26. September 2022

Rückfall

 Liebes "Tagebuch"

Der Tag ist ziemlich regnerisch und ich bin es auch. Ich weiß nicht wirklich was heute mit mir los ist. Ich weiß nur das ich heute den ganzen Tag im Bett lag und nichts getan habe außer meine Gedanken zu hören und damit zu kämpfen nicht zu weinen. Das einzige produktive heute ist das schreiben hier grade und selbst dabei habe ich einen extremen Kloß im Hals.

Vor etwa zwei Woche hatte ich zum ersten mal wieder einen Rückfall, was das selbst verletzen angeht. Ich habe mir mehrmals in den Unterarm geschnitten. Die Schnitte sind zwar Tief, aber eben sehr kurz. Und ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mir selbst dabei wie eine Versagerin vorkam. Aber gut, nun zum eigentlichen Punkt. Ich war heute sehr unachtsam und dann sind meinem Freund die Schnitte aufgefallen und was tue ich? Statt ehrlich zu sein, lüge ich ihm ins Gesicht. Ich schäme mich dafür und frage mich auch ob er mir die Lüge überhaupt abgekauft hat. Oder sie einfach angenommen hat um sich damit nicht beschäftigen zu müssen. Ich vermute das zweitere, denn er ist doch nicht dumm. Keine Ahnung was ich von dieser Situation halten soll. Für mich war einfach die Tatsache schlimm, dass ich ihm nicht vertrauen konnte in dem Moment. Das meine Angst ehrlich zu sein, das der Scham den ich dafür empfunden habe, größer war. Die Angst das er mich dafür verlässt ist enorm groß in mir verankert. Denn jeder der mir irgendwie näher stand ( mit abgesehen von meiner Familie ), hat mich aus diesem Grund sitzen lassen. Darum rede ich darüber auch nicht mehr. Mit niemandem. Sicher weiß mein Freund bescheid das ich damit mal Probleme hatte. Kann man ja schlecht verheimlichen, wenn der ganze Körper damit verziert ist. Aber ich habe ihm nie erzählt dass das Problem immer noch da ist. Auch meine Familie weiß nicht, dass das Problem noch da ist. Ich weiß einfach nicht wie ich mit dem ganzen Thema umgehen soll. 

Ich weiß grade nur eins. Ich bin ein verdammt schlechter Mensch. 

Gute Nacht Welt. 🌙

Sonntag, 25. September 2022

Sechs Jahre von deinem Leben... ist keine Zeit

 Liebes "Tagebuch"

Ich habe schon immer Blog geschrieben. Weil schreiben immer Ablenkung hieß. Wenigstens einmal sagen zu können was man wirklich denkt. Einmal erzählen zu können was für Sorgen einen in Wirklichkeit plagen. Einmal nicht lügen müssen und lächelnd sagen "Ja, mir geht es gut."

Ich komme darauf, weil ich meinen alten Blog wiedergefunden habe. Ich muss sagen ich wusste gar nicht das dieser noch existiert. Startet im Jahr 2016 und endet Anfang 2020. Da habe ich von einem auf den anderen Tag wohl aufgehört zu schreiben. Ich habe ihn mir natürlich komplett durchgelesen. Einfach um zu wissen wie mein Ich vor 6 Jahren gedacht hat. Erschreckend festzustellen das meine Gedankenwelt sich kaum verändert hat.

Mein Leben, natürlich hat sich mehr als nur verändert. Aber die Tatsache das meine Gedanke früher schon so kaputt waren. Das ich früher schon so kaputt war, hat mir innerlich wirklich wehgetan. Mir war das nicht wirklich bewusst, aber man lebt anscheinend wirklich damit. Weil man sich daran gewöhnt hat drüber nachzudenken, das man eigentlich nicht existieren möchte. Und ich frage mich wie lange braucht ein Mensch um dafür zu sorgen, dass es nicht für immer nur ein Wunschgedanke bleibt? 

Ich habe bei meinem alten Blog oft die Tags Unglücklich, Einsam, Suizidal, Angst, Trauer verwendet. Und auch einige mehr die diese Gefühle wohl beschrieben haben. Wie gesagt, es macht mich traurig zu wissen das sich mein Leben in meinen Gedanken wohl nie ändern wird. Das es immer so dunkel ist und Licht nur für paar Stunden durch Ablenkung existieren kann. Beziehungsweise das meine Gedanken einfach still sind, solange ich etwas zu tun habe. So lange nichts passiert, dass an meine Emotionen anknüpfen kann.

Ooooh, beste Beispiel von heute. Mein Freund hatte noch den Chatverlauf von seiner Exfreundin archiviert und die Tatsache das wir schon 2 Jahre zusammen sind, hätte vermutlich jeder normale Mensch sich nichts dabei gedacht. Vor allem weil man ja auch sehen konnte das sie wirklich Jahre keinen Kontakt hatten. Und wie reagiere ich? Entschuldige mich erstmal das ich auf Toilette muss und fange dann da erstmal an zu heulen. Geil, oder? Und ich musste im Nachgang meine Wut und Eifersucht ( die ja nicht mal begründet ist ) runterschlucken, damit man mich nicht für "krank" hält. Auch wenn ich es nun wirklich ganz offensichtlich bin. Zu mindestens sagen meine Arme und Beine und meine Schultern und eventuell mein Bauch das. Naja, soviel dazu. 

Am liebsten möchte ich mich bei mir selber entschuldigen. Dafür das ich ihr so viel antue und immer noch sehr viel zumute. Dafür das es vielleicht niemals besser wird. 

Aber vielleicht in einem anderen, neuen Leben, wenn es soweit ist. Dieses jetzige Leben das ich habe, ist für mich nicht gemacht. Das habe ich schon lange akzeptiert. Auch wenn diese Akzeptanz der falsche Weg ist, ist dies aber grade einfacher. Denn meine Kraft ist begrenzt. Und ich möchte auch nicht immer darüber nachdenken was wäre wenn es anders gewesen wäre? Denn tatsächlich fördert es diesen negativen Kreis in dem man sich eh schon befindet. 

All das ist eben nicht fair, so ist das nun mal. 

Dann mal eine gute Nacht an mich selber. 🌙

Mittwoch, 22. Juni 2022

Die Liebe zu Mama

Liebes “Tagebuch“

Ich war heute bei meiner Mama und denke jedes Mal wie dankbar ich bin, so eine wundervolle Mutter zu haben. Für mich ist sie wie aus einem Bilderbuch. Perfekt. 

Wenn mir kalt ist, ist sie die Sonne die mich wärmt. Wenn ich mich aufrege, ist sie der Fluss der mich beruhigt. Sie ist die Stimme die mir sagt, es wird alles gut. Ich bin da und fange dich auf.
In letzter Zeit ist bei mir sehr viel im Umbruch und ich bin dankbar das sie so ein stabiler Ruhepuls in meinem Leben ist. Ich wünschte ich könnte ihr mehr zeigen wie dankbar ich eigentlich bin.
Aber ich glaube ich spreche hier auch für meine Geschwister. Auch sie wissen wie viel Glück wir haben sie unsere Mama nennen zu dürfen.

Ich bin jetzt fast 27 und denke manchmal was passiert, wenn sie eines Tages nicht mehr da ist. Ich habe Angst davor, sogar sehr große Angst. Wenn mir eines Tages diese Sonne entzogen wird. Aber eins weiß ich, ich werde jeden Tag bei ihr sein. Denn nichts ist für mich wichtiger, als zu wissen das es ihr gut geht. Genauso wie ich weiß, das dies ihr Gedanke ist. Sie möchte auch nichts mehr als zu wissen, das es ihren Kindern gut geht.

Danke für jeden Moment, für die guten Gespräche und jedes Lächeln von dir. Für die Liebe, für die Wärme und den Trost den du mir gibst. Danke, dass du immer für mich da bist, für das Gefühl etwas besonderes zu sein und das du mich nimmst wie ich bin und mich immer darin bestärkst, das zu tun was ich tue. Du bist meine Superheldin, mein Regenbogen, meine warme Sonne und vor allem mein Vorbild. Wenn ich eines Tages doch mal Kinder haben werde, hoffe ich, dass ich genauso eine gute Mutter sein werde, wie du es für mich immer bist. Ich habe dich so unheimlich dolle lieb. ❤️„

Danke sehr! ❤️

Gute Nacht 🌙

Montag, 20. Juni 2022

Die Farbe grau

 Liebes "Bloggertagebuch",


Ach, sind wir ehrlich. Ich weiß gar nicht wo ich starten soll. Mein Kopf ist so randvoll von Müll und von zu vielen Gedanken und von noch mehr Müll. Aber gleichzeitig fühlt sich mein Kopf so unheimlich schwer und leer an, das ich ihn gegen die Wand hämmern möchte, damit alle Gedanken ins freie fliehen können und platz für etwas Farbe bringen können. Farbe ist auch nur eine Sehnsucht von mir. Ich habe mich an das graue um mich herum schon gewöhnt, schon so sehr, das Farbe mir falsch vorkommt. Der Regenbogen der also dann plötzlich da wäre, weil meine Sehnsucht erhört wurde, würde ich vermutlich selber grau anpinseln, weil das nicht unecht wirken würde. Weil ich das bin. Die Farbe Grau oder Schwarz. Obwohl ich sagen muss, Schwarz ist wieder zu schön, also doch Grau.

 


Ich lebe meinen Tag vor mich her, mit einer mir ständig packenden Trauer, die nicht von mir ab lässt. Die Sonne kann draußen scheinen, aber mir ist kalt, nur um dann bei 41 Grad duschen zu gehen, nur um festzustellen, das einem nach 2 min noch kälter ist. Ich lenke mich ab. Mit arbeiten, backen, malen, schreiben...aber es braucht nur ein kleiner Teil am Tag ohne Beschäftigung sein oder wenn es zum Abend geht, wenn man sich fürs Bett fertig macht, ist sie da. Die Trauer, Wut und diese unbeschreibliche Leere, die einen dazu verleitet gegen die Wand zu starren und nicht in Panik auszubrechen, weil man weiß, der nächste Tag wird genauso. 

Aber was wäre ich noch ohne diese Art von Gefühlen? Was für ein Mensch bin ich dann? Wäre ich dann besser? Wäre mein Leben lebenswerter? Ja, so wäre es vermutlich. Aber es macht mir Angst, wenn man denkt das der gesamte Charakter dann wie ausgelöscht wäre. Weil das bin ich doch. Die Farbe Grau. Ich bin die Wut. Ich bin die Leere. Ich bin die Trauer und ganz manchmal auch liebenswert. 

Gute Nacht ★