Liebes "Bloggertagebuch",
Ach, sind wir ehrlich. Ich weiß gar nicht wo ich starten soll. Mein Kopf ist so randvoll von Müll und von zu vielen Gedanken und von noch mehr Müll. Aber gleichzeitig fühlt sich mein Kopf so unheimlich schwer und leer an, das ich ihn gegen die Wand hämmern möchte, damit alle Gedanken ins freie fliehen können und platz für etwas Farbe bringen können. Farbe ist auch nur eine Sehnsucht von mir. Ich habe mich an das graue um mich herum schon gewöhnt, schon so sehr, das Farbe mir falsch vorkommt. Der Regenbogen der also dann plötzlich da wäre, weil meine Sehnsucht erhört wurde, würde ich vermutlich selber grau anpinseln, weil das nicht unecht wirken würde. Weil ich das bin. Die Farbe Grau oder Schwarz. Obwohl ich sagen muss, Schwarz ist wieder zu schön, also doch Grau.
Ich lebe meinen Tag vor mich her, mit einer mir ständig packenden Trauer, die nicht von mir ab lässt. Die Sonne kann draußen scheinen, aber mir ist kalt, nur um dann bei 41 Grad duschen zu gehen, nur um festzustellen, das einem nach 2 min noch kälter ist. Ich lenke mich ab. Mit arbeiten, backen, malen, schreiben...aber es braucht nur ein kleiner Teil am Tag ohne Beschäftigung sein oder wenn es zum Abend geht, wenn man sich fürs Bett fertig macht, ist sie da. Die Trauer, Wut und diese unbeschreibliche Leere, die einen dazu verleitet gegen die Wand zu starren und nicht in Panik auszubrechen, weil man weiß, der nächste Tag wird genauso.
Aber was wäre ich noch ohne diese Art von Gefühlen? Was für ein Mensch bin ich dann? Wäre ich dann besser? Wäre mein Leben lebenswerter? Ja, so wäre es vermutlich. Aber es macht mir Angst, wenn man denkt das der gesamte Charakter dann wie ausgelöscht wäre. Weil das bin ich doch. Die Farbe Grau. Ich bin die Wut. Ich bin die Leere. Ich bin die Trauer und ganz manchmal auch liebenswert.
Gute Nacht ★

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